Radverkehrsplanung

„Wir werden das Rad nicht neu erfinden, wir wollen den Radverkehr in unserer Gemeinde neu denken“, bringt Bürgermeister Heinz Trauernicht den Beschluss des Verwaltungsausschusses auf den Punkt. Am Mittwoch wurde vom höchsten Gremium nach dem Rat der Auftrag zur Erstellung eines Radverkehrskonzeptes an ein Planungsbüro vergeben. Bis zum Sommer nächsten Jahres stehen die Themen Mobilität, Umweltschutz und Verkehrssicherheit im Fokus. Zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern und der Politik wird ein Maßnahmenkatalog für die Zukunft entwickelt. Die verkehrliche Infrastruktur im und zum Hauptort Remels sowie zwischen den insgesamt 19 Ortsteilen der Gemeinde soll gestärkt und den neusten Erfordernissen angepasst werden. Das Prinzip der Optimierung von ortsteilverbindenden Routen kann, insbesondere für Ältere und Familien eine Chance auf eine bessere Vernetzung bieten. „Der Radverkehr erfährt als wichtiger Baustein nachhaltiger Mobilität eine neue Beachtung. Der Berufs- und Alltagsverkehr innerhalb der Gemeinde soll optimiert werden“ ergänzt Torsten Stephan vom Fachbereich Bauen und Umwelt, der als Ansprechpartner dieses Projekt koordiniert. Die Möglichkeit mit dem Rad zur Arbeit fahren zu können ist ein Ansporn und bietet einen Standortvorteil bei der Fachkräftegewinnung (Stichwort: Dienstradleasing). Die Gemeinde möchte der Motor für ein betriebliches Mobilitätsmanagement in Unternehmen sein und kann dies mit einer passenden Infrastruktur fördern.

Am 06. Juli 2021 wird sich der Fachausschuss Umwelt, Wirtschaft, Touristik und Verkehr erneut mit dem Thema befassen. Dann wird der Zeitplan für die Erarbeitung in öffentlicher Sitzung vorgestellt und beraten, wie eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit am besten gelingen kann. Erste Vorschläge sind bereits im Rathaus eingegangen. Ab sofort kann die eigens eingerichtete E-Mail Adresse: radwege@uplengen.de für Anregungen und Hinweise genutzt werden.

Das zu entwickelnde Konzept möchte zudem Impulse für eine gemeindeübergreifende Kooperation mit Nachbarkommunen und dem Landkreis Leer geben. „Wir haben uns dafür entschieden unsere Überlegungen nicht ausschließlich an den Kreisstraßen zu orientieren, werden unsere Erkenntnisse aber gerne mit dem Straßen- und Tiefbauamt des Landkreises teilen“ betont Trauernicht. Seit Jahren fordert die Gemeinde Uplengen den Ausbau von Radwegen an Kreisstraßen. Vielleicht gibt es ja bald einen kreisweiten Ansatz zur Optimierung des Radwegenetzes. Die nachhaltige Verbesserung des Radverkehres erfährt derzeit eine besondere Beachtung. Eine Vielzahl von Förderprogrammen auf Bundes- und Landesebene werden in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen. Voraussetzung damit das Geld auch fließt, sind professionell erstellte und auf die individuellen Bedarfe vor Ort ausgerichtete Zielvorstellungen. „Ein Grund mehr, genau jetzt mit der Erarbeitung eines nachhaltigen Radverkehrskonzeptes zu beginnen“ betont Torsten Stephan und ist gespannt wohin die Reise gehen wird.

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